Gewerkschaft

Braucht man heute überhaupt noch eine Gewerkschaft? Hier die Antwort ...

Geschichte


Grundsätzliche Forderungen der frühen Arbeiterbewegungen waren das allgemeine Wahlrecht, die Freiheit auf Versammlungen und das Streikrecht. Bezogen auf die Lohn- und Arbeitsbedingungen lautete eine frühe Forderung der Arbeiterbewegung: „Eine faire Arbeit für einen fairen Lohn“.

 

Zur Erreichung des generellen Ziels eines menschenwürdigen Daseins wurden Mindestlöhne durch Tarifvertrag oder staatliche Regelung, der „Achtstundentag“, später die „Fünftagewoche“, Arbeitsschutz, der Kündigungsschutz und die Absicherung bei Krankheit und Arbeitslosigkeit angestrebt.

 

Diese sozialpolitischen Errungenschaften wurden durch persönliche Opfer, Wahlrechtsbewegungen, langwierige Streiks und Kollektivverhandlungen sowie öffentlichkeitswirksame Kampagnen Stück für Stück erkämpft.

 

Die Erben der Arbeiterbewegung, die Gewerkschaften, treten heute für die Rechte der Arbeitnehmer ein.

Heute


Ein ausgewähltes und aktuell immer noch greifbares Beispiel ist der Tarifvertrag. Auch wenn der einzelne Mitarbeiter wenig davon mitbekommt, so befindet sich der Tarifvertrag in einem dauernden Verhandlungsfluss.

Nur durch eine starke Gewerkschaft, in dem Fall dem OGBL bzw. seinen hauptamtlichen Mitarbeitern, und engagierten Personaldelegierten aus den Spitälern, können wir unseren Tarifvertrag in der heutigen Form verteidigen.

"Die Gewerkschaft" ist die Organisation von uns Arbeitnehmern, bezahlt und eingesetzt, um in unserem Auftrag zu handeln.

Die heutigen Errungenschaften laufen alle paar Jahre in Gefahr verloren zu gehen und müssen immer wieder neu verteidigt werden.

 

Ohne Gewerkschaft bzw. den OGBL würde dies nicht funktionieren. Aber dafür müssen alle Arbeitnehmer auch bei Bedarf selbst couragiert auf die Straße gehen und für ihre Rechte eintreten.

Unterstützung


Die Gewerkschaften unterstützen die Personaldelegierten in den Unternehmen vor Ort.

Also, eigentlich so:

  1. Die Arbeitnehmer bilden eine Gewerkschaft bzw. treten einer existierenden Gewerkschaft bei.

  2. Die Gewerkschaft ist stark und wird von der Politik als Interessensvertretung anerkannt.

  3. Im Auftrag aller Arbeitnehmer erstellen die Gewerkschaften Listen von den Mitarbeitern in den einzelnen Betrieben, von denen sie denkt, dass diese sich engagiert und kompetent für die Arbeitnehmer in dem jeweiligen Betrieb einsetzen.

  4. Nach Sozialwahlen unterstütz die Gewerkschaft die über ihre Liste gewählten Personalvertreter mit ihrem Netzwerk, mit Beratungen und Schulungen.

 

Innerhalb des CHNP spielt der OGBL und die über die Liste des OGBL gewählten Delegierte (s)eine tragende Rolle, so wie der OGBL im gesamten Spitalssektor substantiell bestens aufgestellt ist.

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Unsere Empfehlung und Bitte


Werde Gewerkschaftsmitglied, denn die von dir in Anspruch genommenen Errungenschaften werden erstritten mit den Geldern der Gewerkschaftsmitglieder, also dem Geld deiner Kolleginnen und Kollegen. Sei teil der Solidargemeinschaft, denn dein Gehalt und die Vergünstigungen sind Verdienst dieser Vorleistung.

Es gab schon vereinzelt Stimmen, dass nur die Gewerkschaftsmitglieder in den Genuss des Tarifvertrages kommen dürften. Die Position wollen wir nicht teilen, können dieser aber nachvollziehen.

Seit kein Trittbrettfahrer, sei solidarisch mit deinen Kolleginnen und Kollegen und sichere deinen Tarifvertrag.